„Kompetenzcenter Demenz“

Die Evangelische Sozialstation Straßenhaus gGmbH bietet seit mehr als 25 Jahren neben dem ambulanten Pflegedienst auch Beratung und Unterstützung im „Kompetenzcenter Demenz“ an. Hier finden sie Ansprechpartner, wenn Sie selbst oder ein Angehöriger an Demenz erkrankt ist.

Daneben bieten wir, unabhängig von der Erkrankung, einen Gesprächskreis für pflegende Angehörige sowie Betreuung stundenweise zu Hause oder in der Betreuungsgruppe „Zeit für mich“ an. Die Betreuung wird von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden organisiert und durchgeführt.

Gesprächskreis für pflegende Angehörige

Wir bieten einen Gesprächskreis für pflegende Angehörige an. Hier werden die alltäglichen Probleme im Umgang mit kranken, alten Menschen besprochen und Erfahrungen ausgetauscht. Sie können gerne dazu kommen, rufen sie uns an. Wir informieren sie über Ort und Zeitpunkt.

Betreuungen stundenweise zu Hause

oder in den Betreuungsgruppen „Zeit für mich“

Diese beiden Möglichkeiten bieten wir ihnen an, um dem Pflegealltag zeitweise zu entfliehen. Nutzen sie die Möglichkeiten, um ein paar Stunden für sich zu haben und um Kraft und Energie aufzutanken. Ihre Lieben sind bei uns gut aufgehoben! Die Mitarbeitenden sind liebevoll, einfühlsam und werden in unserer Einrichtung entsprechend weitergebildet.

Lassen sie ihre Angehörigen in die Gruppe „Zeit für mich“ reinschnuppern. Für die Besucher der Gruppe bedeutet dies Teilnahme an Geselligkeit außerhalb des gewohnten Umfelds. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken, singen, spielen und basteln wird im größeren Kreis Gemeinsamkeit erlebt und vorhandene Fähigkeiten werden gefördert.

Die Betreuten erfahren emotionale Nähe, Wertschätzung und Zuwendung. Entstehende Kosten können bei der Pflegekasse im Rahmen der zusätzlichen Betreuungsleistungen geltend gemacht werden.

Betreuungsgruppen „Zeit für mich“

Gruppen bieten wir an im Ev. Gemeindehaus Dierdorf, Am Damm 3, 56269 Dierdorf immer – Montag von 14:30 Uhr – 17:30 Uhr oder in der Wohn – Pflege – Gemeinschaft in Rengsdorf, Friedrich – Ebert – Str. 4, 56579 Rengsdorf immer – Mittwoch von 15:00 Uhr – 17:00 Uhr.

Bei Frage oder Interesse wenden sie sich gerne an mich,

Nicole Vietze, Leitung Kompetenzcenter Demenz  

(staatlich examinierte Krankenschwester)

Raiffeisenstraße 27

56587 Straßenhaus

Tel.: 02634 – 9435881

FAX: 02634 – 4597

Mail: demenz@evsst.de

Die diagnostischen Kriterien für eine Demenz beinhalten Kombinationen von Defiziten in koknitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, die zu einer Beeinträchtigung von sozialen und beruflichen Funktionen führen. Als Leitsymptom gilt die Gedächtnisstörung. Am Anfang der Erkrankung stehen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit, in ihrem weiteren Verlauf verschwinden auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses, so dass die Betreffenden zunehmend die während ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten verlieren.

Definition der Demenz nach ICD 10z) ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache, Sprechen und Urteilsvermögen im Sinne der Fähigkeit zur Entscheidung. Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Für die Diagnose einer Demenz müssen die Symptome nach ICD über mindestens sechs Monate bestanden haben. Die Sinne (Sinnesorgane,Wahrnehmung) funktionieren im für die Person üblichen Rahmen. Gewöhnlich begleiten Veränderungen der emotionalen Kontrolle, der Affektlage, des Sozialverhaltens oder der Motivation die kognitiven Beeinträchtigungen; gelegentlich treten diese Syndrome auch eher auf. Sie kommen bei Alzheimer-Krankheit, Gefäßerkrankungen des Gehirns und anderen Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn und die Neuronen betreffen.

Definition der Demenz im DSM-IV

Die kognitiven Defizite verursachen eine signifikante Beeinträchtigung der sozialen und beruflichen Funktionen und stellen eine deutliche Verschlechterung gegenüber einem früheren Leistungsniveau dar. Sie treten nicht im Rahmen einer rasch einsetzenden Bewusstseinstrübung oder eines Delirs auf. Zur Beeinträchtigung des Gedächtnisses muss noch mindestens eine der folgenden Störungen hinzukommen:

  • Aphasie: Störung der Sprache
  • Apraxi: beeinträchtigte Fähigkeit, motorische Aktivitäten auszuführen
  • Agnosie: Unfähigkeit, Gegenstände zu identifizieren bzw. wiederzuerkennen
  • Dysexekutives Syndrom: Störung der Exekutivfunktionen, d. h. Planen, Organisieren, Einhalten einer Reihenfolge

quelle:Wikipedia